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ERP-Audit - Warum, wie und was kommt dabei heraus?

Zielsetzungen eines ERP-Audits

Mit Hilfe eines ERP-Audits wird die Qualität des ERP-Einsatzes in einem Unternehmen ermittelt. Die gesammelten Daten erlauben dabei nicht nur eine Bewertung des Software-Produktes selbst, sondern geben auch Aufschluss über Ansatzpunkte für Verbesserungen in der Organisation des Unternehmens, decken Schulungsdefizite auf oder bilden eine solide Basis für die zukünftige ERP-Strategie. Typische Zielsetzungen sind:

  • Vorbereitung/Abschätzung Release-Wechsel
  • Strukturierte Analyse und Bewertung der installierten ERP-Unterstützung
  • Aufdecken von Fehlentwicklungen/Fehlinvestitionen
  • Transparenz hinsichtlich der installierten ERP-Unterstützung
  • Steigerung des Nutzen der implementierten Lösung
  • Identifizierung von Verbesserungspotenzialen
  • Ableitung von organisatorischen und IT-technischen Verbesserungsmaßnahmen
  • Verankerung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
  • Basis für nachhaltige ERP-Strategie
  • Steigerung der internen und externen Kundenzufriedenheit
  • Verbesserung der Datenqualität
  • Erhöhung der Anwenderqualifikation und –motivation

Fragestellungen eines ERP-Audits

Der Fragenkatalog, der von den einzelnen Mitarbeitern bearbeitet werden soll, wird im Detail maßgeblich durch die Zielsetzung bestimmt. Grundsätzlich geht es aber immer um die zentralen Fragen ob die gebotene Funktionalität des ERP-Systems die Prozesse angemessen unterstützt, ob die Software durchgängig genutzt wird und ob die Mitarbeiter mit der Art der Unterstützung zufrieden sind (z.B. ergonomische Aspekte).

Typische Fragestellungen sind z.B.:

Systemunterstützung in den Kernprozessen Werden die wichtigsten Prozesse (z.B. Auftragsabwicklung) durchgängig und effizient unterstützt?
Nutzungsgrad der Softwarelösung Wann greifen Mitarbeiter auf manuelle Eingaben, Excel-Auswertungen u.ä. zurück?
Ungenutzte Funktionalität Welche Potenziale der Software werden noch nicht ausgeschöpft?
Fehlende Funktionalität An welchen Stellen weist die ERP-Software Lücken auf? Wo fehlen benötigte Funktionen?
Datenstrukturen und Datenqualität Entsprechen die Datenstrukturen den Abläufen im Unternehmen? Werden Daten redundant abgelegt? Kommt es zu Inkonsistenzen?
Informationsflüsse und Reports Können Benutzer benötigte Informationen jederzeit und in der richtigen Form abrufen?
Bewertung der Anwendung durch die Anwender Wie zufrieden sind die Mitarbeiter mit der Anwendung? Ist die ERP-Lösung wirklich in die Arbeitsabläufe integriert oder wird an ihr "vorbei" gearbeitet?

Resultate eines ERP-Audits

Auch die gewünschten Resultate eines ERP-Audits variieren natürlich je nach ursprünglicher Zielsetzung. Immer geht es jedoch darum, Optimierungsspotenziale zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen abzuleiten, um die Potenziale auszuschöpfen.

Einige Verbesserungsmaßnahmen (z.B. Mitarbeiterschulungen) können recht kurzfristig eingeleitet werden und quasi sofort Wirkung zeigen. Andere betreffen unter Umständen die gesamte Unternehmensorganisation, müssen strategisch umgesetzt werden und machen sich eher mittel- oder gar langfristig bemerkbar.

Beispiele für abgeleitete Verbesserungsmaßnahmen:

  • Reorganisation der Abläufe
  • Mitarbeiterqualifikation
  • Verbesserung der (Stamm-) Datenqualität
  • Aktualisierung der installierten Hardware
  • Systemoptimierung durch:
    • Parameterabstimmung
    • Anpassungsprogrammierung
    • Hinzunahme neuer Module
    • Auswahl und Einführung Add-On-Systemen
  • Auswahl und Einführung einer neuen ERP-Lösung

 

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