Der Fragenkatalog, der von den einzelnen Mitarbeitern bearbeitet werden soll, wird im Detail maßgeblich durch die Zielsetzung bestimmt. Grundsätzlich geht es aber immer um die zentralen Fragen ob die gebotene Funktionalität des ERP-Systems die Prozesse angemessen unterstützt, ob die Software durchgängig genutzt wird und ob die Mitarbeiter mit der Art der Unterstützung zufrieden sind (z.B. ergonomische Aspekte).
| Systemunterstützung in den Kernprozessen |
Werden die wichtigsten Prozesse (z.B. Auftragsabwicklung) durchgängig und effizient unterstützt? |
| Nutzungsgrad der Softwarelösung |
Wann greifen Mitarbeiter auf manuelle Eingaben, Excel-Auswertungen u.ä. zurück? |
| Ungenutzte Funktionalität |
Welche Potenziale der Software werden noch nicht ausgeschöpft? |
| Fehlende Funktionalität |
An welchen Stellen weist die ERP-Software Lücken auf? Wo fehlen benötigte Funktionen? |
| Datenstrukturen und Datenqualität |
Entsprechen die Datenstrukturen den Abläufen im Unternehmen? Werden Daten redundant abgelegt? Kommt es zu Inkonsistenzen? |
| Informationsflüsse und Reports |
Können Benutzer benötigte Informationen jederzeit und in der richtigen Form abrufen? |
| Bewertung der Anwendung durch die Anwender |
Wie zufrieden sind die Mitarbeiter mit der Anwendung? Ist die ERP-Lösung wirklich in die Arbeitsabläufe integriert oder wird an ihr "vorbei" gearbeitet? |
Auch die gewünschten Resultate eines ERP-Audits variieren natürlich je nach ursprünglicher Zielsetzung. Immer geht es jedoch darum, Optimierungsspotenziale zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen abzuleiten, um die Potenziale auszuschöpfen.
Einige Verbesserungsmaßnahmen (z.B. Mitarbeiterschulungen) können recht kurzfristig eingeleitet werden und quasi sofort Wirkung zeigen. Andere betreffen unter Umständen die gesamte Unternehmensorganisation, müssen strategisch umgesetzt werden und machen sich eher mittel- oder gar langfristig bemerkbar.